Zum Inhalt springen

Zurück in Bräunlingen

  • Läufe

10 Jahre nach ihrem ersten Besuch im schönen Schwarzwaldörtchen Bräunlingen reiste die Laufabteilung des SC Güttersbach erneut an. Ziel des Besuchs, der 58. Schwarzwaldmarathon.
Einen Namen machte sich der Schwarzwaldmarathon bereits in seinem ersten Jahr 1968 und das aus besonderem Grund. Man mag es kaum glauben, aber in dem kleinen Örtchen wurden weltweit zum ersten Mal Frauen offiziell für einen Marathon zugelassen. Damals noch eine kleine familiäre Veranstaltung, heute eine der größten Laufveranstaltungen im südlichen Schwarzwald mit über 4000 Teilnehmern. Trotz der Größe des Laufevents hat sich Bräunlingen das familiäre Flair erhalten. Man fühlt sich zu jeder Zeit durch die vielen Helferinnen und Helfer freundlich aufgenommen.
Doch zurück zu den Läufern und Walkern des Skiclub Güttersbach. Wie sich die Laufabteilung des SCG entwickelt hat zeigt sich auch an der Anzahl der Athleten, die mit nach Bräunlingen reisten. Waren 2016 noch 10 Aktive auf den verschiedenen Distanzen am Start, so waren es 10 Jahre später 19 Aktive. Der Auftakt des Schwarzwaldmarathons blieb den 10km Läufern vorbehalten. Pünktlich um 15:00 Uhr viel am Samstag dem 10. Oktober der Startschuss. Für den SCG waren Werner Thomasberger und Manfred Schubart am Start. Und beide lieferten auf der extrem schweren Strecke. W. Thomasberger belegte mit einer Endzeit von 01:04:17 den 2. Platz in der Altersklasse M70. M. Schubart lief mit einer Endzeit von 01:02:22 auf Platz 3 in der AK M65.
Zweiter Wettbewerb am Samstag war auf der identischen Strecke des 10km Laufes, der Wettbewerb „Nordic Walking“. Hier war die Freude auf Seiten des SCG besonders groß. Trug doch die Siegerin das Vereinstrikot des SCG. Peggy Nieratzky holte sich mit einer hervorragenden Zeit von 01:17:30 Std. den ersten Platz bei den Frauen. Ihr folgten weitere 8 Starter des Skiclubs: Michaela Krause 01:23:18 Std., Cherry Weigel und Lothar Sauer mit einer Endzeit von 01:24:38, gefolgt von Horst Ihrig 01:26:59 Std., Gerhard Grünewald 01:28:17 Std., Mike Müller 01:29:32 Std., Petra Ihrig 01:30:23 Std. und Simone Müller 01:30:24 Std. Somit gab es am Samstag für die Mannschaft um Matthias Gerlach schon einiges zu feiern; allerdings noch nicht für die Starter, die am Sonntag noch einen Halbmarathon vor sich hatten.
In einem riesigen Feld von über 2000 Läufern gingen für den SCG 8 Aktive an den Start, mit unterschiedlichen Zielen, von guten Platzierungen in den unterschiedlichen Altersklassen bis hin zum Finishen des ersten Halbmarathons überhaupt, war alles dabei. Fangen wir mit dem an, bei dem es zurzeit perfekt läuft. Thomas Kaufmann, das heiße Eisen des SCG. Würde es ihm gelingen im Feld der Altersklasse M60 einen der vorderen Plätze zu belegen? Immerhin gingen hier 70 Athleten an den Start. Er lieferte. Mit einer Endzeit von 01:32.54 Std. lief er auf einen starken 3. Platz. Der nächste der überraschte war Florian Trautmann. Derzeit in Vorbereitung auf seinen ersten Marathon am 25.10.2026 in Frankfurt, was für ihn an diesem Sonntag bedeutete: 10km einlaufen, dann 21km Wettkampf, danach noch 2km auslaufen. Trotz alledem lief er mit einer Zeit von 01:45:17 Std. eine neue persönliche Bestzeit über die Halbmarathondistanz. Hier kann der Marathon wohl kommen! Nächste im Bunde, Alexandra Reeg. Auch sie gewohnt stark. Obwohl A. Reeg ein wenig zu schnell loslief, konnte sie am Ende mit Platz 6 und einer Zeit von 01:46:14 Std. in ihrer AK sehr zufrieden sein. Immerhin waren da noch 60 Frauen in dieser Altersklasse hinter ihr. Kommen wir zu einem Trio: Hannah Nieratzky, Tobias Totzer und Matthias Gerlach. Letzterer hatte die Aufgabe am Anfang der 21km das Tempo vorzugeben und seine beiden Mitläufer gut über den Berg zu bringen. Geht es doch ab Kilometer 2,5 für 10km bergauf, wobei 250 Höhenmeter zu überwinden sind. Das schien M. Gerlach auch gut gelungen zu sein, denn bei Kilometer 12,5 öffnete H. Nieratzky die Handbremse und erhöhte das Tempo. Sofort erhöhte auch T. Totzer die Schlagzahl und versuchte seiner Vereinskameradin an den Fersen zu bleiben. Im Ziel stellte es sich dann wie folgt dar: H. Nieratzky überquerte die Ziellinie nach 01:51:04 Std. und verpasste damit ihre persönliche Bestzeit nur knapp. T. Totzer finishte seinen ersten Halbmarathon in einer starken Zeit von 01:51:50 Std. M. Gerlach erreichte eine Minute später das Ziel.
Sonja Eisele, angereist mit einer Bestzeit von 02:35:53 pulverisierte ihre Zeit und lief mit einer Endzeit von 02:14:37 Std. ins Ziel. Bettina Noth traute sich seit längerem mal wieder an einen HM. Ihr angestrebtes Ziel waren 02:25:00 Std., mit einer Zeit von 02:18:31 Std. unterbot sie dies deutlich.
Nach all diesen tollen Leistungen ließ es sich die Truppe nicht nehmen, die sportlichen Erfolge bei einem gemütlichen Abendessen gebührend zu feiern. Am Montag konnten die Beine bei einem Spaziergang rund um das Schwenninger Moos, der Quelle des Neckars, bei Villingen-Schwenningen gelockert werden. Bei Traumwetter und einem Eis ließen wir ein sportlich erfolgreiches und geselliges Wochenende in der schönen Altstadt von Villingen ausklingen.